Der Heimatdichter aus Cunewalde und Namensgeber unserer Schule
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Geboren: | am 14. Januar 1861 in Obercunewalde |
| Gestorben: | am 13. Januar 1903 im Stadtkrankenhaus Bautzen |
Wichtige Lebensdaten:
- Den ersten Unterricht erhielt er durch Erzieherinnen und Hauslehrer seiner Schwestern (Französisch und allgemeine Grundkenntnisse)
- 1871 besuchte er das Pensionat des Pastors Wahl in Kötschenbroda
- 1875 befand er sich auf dem Vitzthumschen Gymnasium in Dresden und erwarb dort 1887 das Abitur
- 1882 begann er mit dem Jurastudium in Breslau
- 1882 - 1883 absolvierte er sein freiwilliges Jahr bei den Dresdner Gardereitern
- 1883 studierte er in Berlin Jura und hörte Geschichtsvorlesungen
- 1885 setzte er das Jurastudium in Leipzig fort und beendete hier seine Ausbildung
- 1885 unternahm er mit seiner Schwester eine Ungarnreise
- 1886 - 1887 arbeitete er als Referendar am Gericht in Dresden
- 1887 verlobte er sich mit der Engländerin Miss Beatrice Robinson in Obercunewalde
- Am 25. April 1888 heiratete er sie in London-Kensington
- 1887 - 1888 lebte er mit seiner Frau in Berlin als Schriftsteller
- 1891 kehrte er in die Oberlausitz zurück und erwarb das Rittergut in Lauba, später übernahm er das Stammgut seiner Familie in Obercunewalde
- 1902 unternahm er eine Nordamerikareise
Wilhelm von Polenz schrieb Geschichten, Dramen, Novellen. Den größten Erfolg brachten ihm aber seine Romane ein - wie zB.:
"Der Pfarrer von Breitendorf" (1883)
"Der Büttnerbauer" (1895)
"Der Grabenhäger" (1897)
Das Polenz-Schloss in Obercunewalde (Zeichnung: Helmut Bär, geb. 1919)
Das Schloss in Obercunewalde wurde als Wasserschloss
bezeichnet, da es rings herum von Teichen umgeben war. In der Umgebung
konnte man viele ausländische Baumarten bewundern. Der markanteste Baum
war eine Etagenlinde, welche aus natürlichen Altersgründen eingegangen
ist. Das Schloss wurde nicht im Krieg zerstört, wie viele denken. Erst
1949 wurde es aus fadenscheinigen Gründen abgerissen. Die Steine des
Schlosses benötigte man für andere Gebäude. Das Familieneigentum belief
sich auf 460 Hektar Wald und ca. 125 Hektar landwirtschaftliche
Nutzfläche. Durch diesen Besitz sicherten sie sich zwar ihren
Lebensunterhalt, Reichtümer konnten sie aber nicht anhäufen. Auf dem
Friedhof besitzt die Familie eine eigene Gruft. Diese wird jetzt durch den
"Freundeskreis W. v. Polenz" gepflegt.











